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„Viel ist es nicht, aber das Wenige wollen wir tun“

(Auf der Suche nach Eugen, Rosa und Bernard Dreifuss)

 

Eine Text-Bild-Ton-Präsentation der „Lernwerkstatt Lebendige Geschichte“
der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2007

 

Während der Projekttage des Schulzentrums im vergangenen November kam es in der IGMH (wie schon im Vorjahr) zu einem ganz besonderen Stück geschichtlichen Lernen. Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim hatte interessierte Mannheimer Schulen eingeladen, sich an der Ausgestaltung des Nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2007) aktiv zu beteiligen. Schwerpunktthema dieses Mal sollte die vor einigen Jahren vom Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig ins Leben gerufene „Aktion Stolpersteine“ sein, deren Ziel es ist, vor den Häusern und Wohnungen ehemaliger Bürgerinnen und Bürger, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen, steinerne Mahnmale in die Gehsteige zu verlegen: 10 auf 10 Zentimeter, in Beton gegossen, mit einer glänzenden Metallplatte versehen – darauf eingraviert: Name, Geburtstag, Todesort und Todesdatum. Unter Federführung der Mannheimer „Naturfreunde“ hatte sich ein Projektkreis gebildet, der es sich zur Aufgabe machte, noch im Frühjahr 2007 in ganz unterschiedlichen Stadtteilen solche „Fingerzeige der Erinnerung und Achtsamkeit“ zu installieren. Aufgabe der sich beteiligenden Schülerinnen- und Schülergruppen sollte es sein, sich auf die Suche nach Mannheimer Bürgerinnen und Bürger zu machen, die als Mitschülerinnen und Mitschüler, Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen eben noch dazu gehörten, „auf einmal“ aber nicht mehr da waren, genauer: emigrierten, sich durchschlugen, deportiert wurden, es nicht mehr aushielten, ermordet wurden.

 

Die „Lernwerkstatt Lebendige Geschichte“, die sich in diesem Jahr ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 13 zusammensetzte, machte sich auf die Suche nach der Familie Eugen und Rosa Dreifuss und deren Sohn Bernard, die schon im ersten Jahr nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler den Entschluss zur Emigration nach Frankreich fassten und zehn Jahre später von denen eingeholt wurden, denen sie damals entgingen. Das Besondere in diesem Fall: es bestand die große Chance, vom Leben und Leiden der Familie „aus erster Hand“ zu erfahren, denn der Tochter war das Schicksal der Eltern und des Bruders erspart geblieben, hatte die „französischen Jahre“ der Emigration und Okkupation überlebt und war bis zur Befreiung 1945 in Lyon Mitglied des aktiven politischen Widerstands der Résistance.

 

So gab es für die „Lernwerkstatt“ neben all dem Oberstüflichen und Alltagsnormalen eine Menge Zusätzliches zu tun. Recherchen mussten angestellt werden. Der Kontakt mit dem Stadtarchiv war herzustellen. Die Gespräche mit dem „Arbeitskreis Stolpersteine“ waren zu führen. Vor allem aber – die Gespräche mit der Zeitzeugin: Briefe, Telefonate. Das Interview in Düsseldorf musste vorbereitet werden. Und dann natürlich – das Interview selbst und dessen inhaltliche und bildtechnische Auswertung.

 

 

Und am Samstag, den 27. Januar 2007? Der vorläufige Endeinlauf des aufwändigen Rechercheprojekts: die Text-Bild-Ton-Präsentation im Rahmen der Zentralen Gedenkfeier der Stadt im Stadthaus N 1. Vor der Aufgabe, die sich die Mitglieder gestellt hatten, war der Respekt zu allen Zeiten groß – aber manchmal doch noch etwas mehr als das. Da erschien es dann doch das eine und andere Mal, als sei, was man sich vorgenommen hatte, doch ein Stückchen zu groß. Aber die Gruppe arbeitete sich durch – und von Mal zu Mal wurden die Distancen geringer – und auf einmal war man am Ziel. Und das Ergebnis? Lasst euch loben – denn was ihr da zu Stande gebracht hat, das ist mehr nur als ein Bisschen! Das war „Graswurzelarbeit“, inhaltlich, methodisch, kommunikativ – und das wird euch bleiben und irgendwann, wenn ihr schon gar nicht mehr daran denkt, noch große Freude machen: congratulations! Und ganz herzliche Grüße noch mal von Henny Dreifuss – sie erinnert sich noch „wie gestern“ an den Tag, als wir bei ihr waren im vorweihnachtlichen Düsseldorf!

Die Mitglieder der „Lernwerkstatt Lebendige Geschichte“: David Aras, Constanze Giesick, Janina Haag, David Lorösch, André Overdieck, Lisa Ruhlig, Christoph Schwinghammer. Koordination: Arno Schmitt (Schulpfarrer).

 

 



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