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Preis-Experimente mit Apfelkuchen

Das Geschäft mit dem Apfelkuchen im Schülercafé läuft wie geschmiert, und jetzt gibt es dafür auch noch den mit 4000 Euro dotierten ersten Platz beim Würth-Bildungspreis 2011. Die Rede ist von der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH). Ihr Projekt: Die Schüler beschäftigten sich mit der Thematik der Preisfindung anhand des Verkaufs von Apfelkuchen im eigenen Schülercafé.
Zur Preisfindung hatten die jungen Leute den Preis des Kuchens wöchentlich variiert und die abgesetzte Menge entsprechend festgehalten, um so den optimalen Verkaufspreis zu analysieren. Den Einkauf, die Herstellung und den Vertrieb hatten die Schüler selbstständig organisiert und die Projektergebnisse in den Fächern Mathematik, Wirtschaft und Ethik diskutiert.
Die Schüler beschäftigten sich in diesem Zusammenhang mit Fragestellungen, die auch bei der Leitung eines Kleinunternehmens auf der Agenda stehen. Ziel war es, am Schuljahresende den Preis für ein Stück Apfelkuchen mit der entsprechenden Begründung für diese Entscheidung festlegen zu können.
Für dieses umfassende und vernetzte Unterrichtsprojekt wurde die Mannheimer Gesamtschule gestern im Neuen Schloss in Stuttgart von Prof. Reinhold Würth, Unternehmer aus Künzelsau, Prof. Harald Unkelbach von der Würth-Stiftung und der Vertreterin des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, Ministerialdirektorin Margret Ruep, ausgezeichnet.
Die 4000 Euro sind nur ein Teil der Auszeichnung. Insgesamt ist der Würth-Preis mit 42 000 Euro dotiert. Vier Schulen wurden in den vergangenen Jahren damit bereits gefördert, und diese vier Schulen wetteiferten jetzt noch einmal untereinander um die beste Idee. Mit der gestrigen Preisvergabe hat sich die Stiftung noch nicht von den Schulen verabschiedet - sie werden auch in den kommenden zwei Jahren weiterhin finanziell von ihr unterstützt.

 

 

Auch Tulla-Schule ausgezeichnet

Platz zwei belegt die Werkrealschule Klettgau. Für ihr Projekt, die Schülerfirma MMX, gibt es 3000 Euro. Der dritte Preis, der mit 2000 Euro dotiert ist, geht an die Schülerfirma der Auerberg Werkrealschule Walldürn, die sich im holzverarbeitenden Bereich beschäftigte. Den vierten Rang belegen wiederum Mannheimer: Die Tulla-Realschule bekommt dafür ein Preisgeld von 1000 Euro. Die Schüler setzten hier das Projekt "Galerieshop" an ihrer Schule gewinnbringend um.


Mannheimer Morgen
20. Oktober 2011



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