Wettbewerb zu Mikroplastik: Bert der Fisch - 1. Platz für Franka

Foto: IGMH, Wasser 3.0

Wettbewerb zu Mikroplastik: Bert der Fisch - 1. Platz für Franka

„Bert der Fisch mit Mikroplastik“

Mikroplastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit, erhält aber noch immer nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. Die Thematik ist komplex und genau deshalb braucht es Wege, um Bewusstsein zu schaffen und junge Menschen zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Dazu gehört, das Curriculum um aktuelle Umweltfragen zu erweitern und starke Partner an der Seite zu haben, die mit Kompetenz und echter Begeisterung arbeiten.

Deshalb haben wir gemeinsam mit Wasser 3.0 einen Wettbewerb zum Thema Mikroplastik veranstaltet, der den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben sollte, sich kreativ mit dem Thema Mikroplastik auseinanderzusetzen und den Emotionen, die die Schülerinnen und Schüler damit verbinden, Raum zu geben. Dass dabei weit über 100 zum Teil außergewöhnlich schöne, aussagekräftige Beiträge zusammenkommen würden, hat uns selbst überrascht. Um das zu würdigen wird eine Ausstellung der besten Werke im NW – Bereich geben

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinnerin Franka! Mach bitte weiter so!

Oliver Bläß, Abteilungsleiter der IGMH

 

Zu Frankas Kunstwerk (mit Augenzwinkern):

„Bert der Fisch“ wirkt wie eine stille, aber eindringliche Anklage – ein Kunstwerk, das seine Botschaft nicht schreit, sondern atmet. Die weiche, fast kindlich anmutende Stoffgestalt kontrastiert scharf mit dem transparenten Bauch, in dem sich farbige Fragmente von Mikroplastik sammeln. Dieser Bauch ist kein dekoratives Detail, sondern ein Fenster in eine ökologische Realität, die wir allzu gern übersehen.

Die Künstlerin spielt bewusst mit Ambivalenz: Der freundliche Ausdruck, die sanften Farben, die handwerkliche Wärme – all das lädt ein, näher hinzusehen. Doch genau dieses Näherhinsehen führt unweigerlich zu einem Moment der Irritation. Das Plastik im Inneren wirkt wie ein Fremdkörper, ein Störgeräusch im harmonischen Bild. Dadurch entsteht ein poetischer, fast zärtlicher Kommentar zur Verletzlichkeit mariner Lebensräume.

In der Präsentation – ob auf dem Boden oder im musealen Kontext – entfaltet Bert eine stille Präsenz. Er ist weder Mahnmal noch Maskottchen, sondern ein Botschafter, der die ökologische Krise in eine Form übersetzt, die emotional zugänglich bleibt. Kunstkritisch betrachtet gelingt hier ein bemerkenswerter Balanceakt: ästhetische Leichtigkeit trifft auf ökologische Schwere.

Kurz gesagt: Bert ist ein kleines Wesen mit großer Aussagekraft – ein Stofftier, das uns mit sanfter Stimme daran erinnert, dass die Welt im Inneren ihrer Geschöpfe Spuren unseres Handelns trägt.

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