Kids online

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Foto: Pixabay, CC0

Kids online

Im Rahmen des Gewaltpräventionsprogramms der IGMH, das bereits seit 2003 erfolgreich durchgeführt wird, findet „Kids online“ das für alle 6. Klassen, also über 200 Schüler, statt. Da es sich herausgestellt hatte, dass es durchaus sinnvoll ist, die Gefahren und den sicheren Umgang mit den neuen Medien schon in Klasse 5 zu thematisieren, wird das Programm seit 2011 auch für sämtliche Fünftklässler angeboten.

Mit einem kleinen „Tatortkrimi“ für Kinder führt Polizeikommissar Stefan Ebert und Sozialpädagogin Inge Bühler an das Thema heran. Der Film zeigt Situationen aus dem alltäglichen Leben der Kids im Netz. Ein Mädchen lässt sich im Chat auf einen Jungen ein, der, wie sich am Ende herausstellt, ein erfahrener, erwachsener Stalker ist. Der Film ist in zehn Kapitel unterteilt und wird nach jedem Kapitel angehalten. Das erhöht die Spannung und die Schüler konnten kaum erwarten, dass es weitergeht. Doch zunächst sollen sie reflektieren, was sie da gesehen hatten. Sie sollen erkennen, wie gefährlich und undurchschaubar sich eine Geschichte entwickeln kann, die harmlos und spielerisch zu Hause am PC beginnt.

Die Schüler erkennen, dass eine Bekanntschaft im Netz ehrlich sein kann, aber es nicht sein muss und dass es tragisch enden kann, wenn sie zu vertrauensvoll sind oder unabsichtlich persönliche Daten von sich preisgeben.
Das Mädchen im Film hat glücklicherweise reale Freunde, die ihr beistehen, und erhält Hilfe von einem befreundeten Kriminaler, der die wahre Identität des Stalkers ermittelt und trotzdem beinahe zu spät kommt. Die Schüler sind jedes Jahr begeistert vom Film und lernen einiges, obwohl sie oft denken, das doch schon alles zu wissen.

Ähnlich geht es auch den Eltern beim Elternabend. Ihnen werden drei Kapitel aus dem Film gezeigt. Außerdem sind Cybermobbing, Verbreitung von Pornografie, Happy Slapping, Snuff-Videos sowie Kriminalitätsformen (Betrug, Verstöße gegen Urheberrecht u.a.) Thema.

Bühler, Sozialpädagogin der IGMH